Montag, 6. April 2015

"In geweihter Erde" von Kate Ellis

Stokeworthy in der Grafschaft Devon, England. Der farbige Sergeant Wesley Peterson und sein Chef Gerry Heffernan werden zu einem Todesfall gerufen. Eine Frau wird von zwei Teenagern erhängt an einem Baum auf dem örtlichen Friedhof gefunden. Was zunächst nach Selbstmord aussehen sollte, entpuppt sich als Mord. Pauline Brent war die Sprechstundenhilfe des Dorfarztes. Und egal wen Wesley und Heffernan fragen, sie wird von allen als nett und hilfsbereit beschrieben, alle mochten sie anscheinend. Aber warum wurde sie dann umgebracht? Bei ihren Nachforschungen haben die Polizisten Schwierigkeiten, etwas über Paulines Vergangenheit herauszufinden. Anscheinend weiß niemand etwas über sie, bevor sie vor fünfzehn Jahren nach Stokeworthy kam. Und wie es aussieht war der reiche Gutsbesitzer und Geschäftsmann Philip Thewlis der letzte, der Pauline lebend gesehen hat. auf seinem Grund und Boden soll eine Feriensiedlung entstehen, aber das Projekt musste gestoppt werden, da man eine mittelalterliche Siedlung dort vermutet. Neil Watson, ein Freund und ehemaliger Studienkollege von Wesley Peterson leitet die Ausgrabungen und stößt auf ein Geheimnis, dass mehrere hundert Jahre zurückliegt. 

Ich muss sagen, ich habe lange keinen Krimi mehr gelesen, der mich so gut unterhalten hat und den ich deswegen kaum aus der Hand legen konnte. Zum einen lag das natürlich an der Geschichte selbst, bis zum Schluss habe ich mitgerätselt und wurde von der Autorin immer wieder auf eine andere Fährte gelockt. Auch der flüssige Schreibstil tat sein Übriges.
Dann die Figuren. Wesley Peterson ist Polizist mit Leib und Seele, hat aber vor diesem Beruf auch Archäologie studiert und interessiert sich nach wie vor dafür. Außerdem ist er glücklich verheiratet und gerade Vater eines kleinen Sohnes geworden. 
Auch sein Chef Gerry Heffernan war mir sympathisch. Seit ein paar Jahren ist er Witwer und geht ebenfalls ganz in seinem Job auf. Er ist manchmal ein wenig ruppig, hat aber ein gutes Herz.

"In geweihter Erde" gehört zu einer Reihe, von der es im Original wohl schon zwölf Teile gibt. Auf deutsch bisher leider nur zwei, dieser ist der dritte Teil. Aber man kann es auch sehr gut allein als eigenständiges Buch lesen. 

Auf jeden Fall kann ich es jedem Fan von englischen Krimis empfehlen. Mein Urteil: Very british. 

Bewertung☥ ☥ ☥ ☥ ☥


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