"...beim Betrachten der Blätter öffnet sich dem Leser das Herz."
Der Verfasser dieses alten, persischen Sprichwortes ist mir nicht bekannt, aber genau so empfinde ich es. Und das ist ein Grund, warum mir ein E-Book nicht ins Haus kommt. Mir würde das Gefühl beim Halten eines Buches fehlen, das Blättern der Seiten, der Duft des Papiers. Ein E-Book wäre mir viel zu unpersönlich, zu steril, zu...kalt. Ihr findet hier nicht nur Rezensionen, auch viele andere Themen rund um Bücher und das Lesen.

Montag, 2. März 2015

"Still - Chronik eines Mörders" von Thomas Raab

Inhalt: Nur eines verschafft Karl Heidemann Erlösung von der unendlichen Qual des Lärms dieser Welt: die Stille des Todes. Blutig ist die Spur, die er in seinem Heimatdorf hinterlässt. Durch sein unfassbar sensibles Gehör hat er gelernt, sich lautlos wie ein Raubtier seinen Opfern zu nähern, nach Belieben das Geschenk des Todes zu bringen. Und doch findet er nie, wonach er sich sehnt: Liebe. Bis er auf einen Schatz stößt. Ein Schatz aus Fleisch und Blut. Ein Schatz, der alles ändert.  

Erst einmal danke an Lovelybooks und den Verlag, dass ich "Still" mithören durfte. Es war mein allererstes Hörbuch und ich habe festgestellt: Es ist leider nicht mein Medium. Es ist mir sehr schwer gefallen, "dran zu bleiben" und nicht gedanklich abzuschweifen. Ob es an der Story lag oder eben am Medium Hörbuch....ich weiß es nicht genau.

"Still" erzählt die Geschichte von Karl Heidemann, einem Jungen, der im Laufe der Zeit zum Mann heranwächst. Schon im Mutterleib, so erfährt der Hörer, hat Karl ein ausgeprägtes Gehör, was nach der Geburt für ihn sehr schlimm wird. Er leidet dadurch unsägliche Qualen und schreit sich deswegen die Seele aus dem Leib. Niemand weiß, was mit ihm los ist. Aber dadurch wird er schell zu einem Außenseiter.
Erst später, als er ein taubstummes Mädchen kennen lernt, findet er ein wenig inneren Frieden, denn Marie verhält sich ihm gegenüber so ganz anders als alle anderen Menschen. Und auch ein Kloster scheint die richtige Umgebung für ihn zu sein.
Das Ende ist dann wieder ganz anders als erwartet, aber da das ja im Grunde im ganzen Buch so war, hätte mich das eigentlich nicht überraschen dürfen ;-)

"Still" ist ein eher ungewöhnlicher Thriller, denn dem Autor gelingt es durch seine Erzählweise, dass dem Leser/Hörer ein Serienmörder sympathisch wird und man sich ein gutes Ende für ihn wünscht. Auch ist das Ganze eher...unaufgeregt, die Geschichte plätschert so dahin.
Mir war das Ganze leider zu ruhig, es fehlte mir etwas mehr Spannung. Aber es ist eben alles Geschmacksache.


Meine Bewertung: ☥ ☥ ☥

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