Dienstag, 24. März 2015

"Ostseefeuer" von Eva Almstädt


Mönkenbek ist ein kleines Dorf in Schleswig-Holstein nicht weit von der Ostseeküste entfernt. Eines Morgens wird der Pfarrer Matthias Stöver tot in der Sakristei aufgefunden, anscheinend erschlagen. Aber wer bringt einen Pfarrer um, der anscheinend sehr beliebt war in der Gemeinde, viel für die Jugend und die Kirche im Allgemeinen tat?  
Pia Korittki von der Kripo Lübeck und ihre Kollegen ermitteln und schnell wird klar, dass die scheinbar so heile Welt doch zum größten Teil nur Schein war. Die Ehe von Matthias und Katharina Stöver lief nicht besonders gut, der Pfarrer war in seiner eigenen Familie ein ziemlicher Tyrann und auch der Kirchenrat war mit seinen Entscheidungen nicht immer einverstanden.
Zeitgleich kommt die Jugendliebe von Katharina, Adrian Pagel, zurück nach Mönkenbek und wird anscheinend am Strand überfallen. Pagel scheint Geldprobleme zu haben und will seinem Bruder eine alte Mühle im Ort verkaufen. Aber ist das der einzige Grund für seine Rückkehr?
Verdächtige gibt es viele und es scheint, dass immer neue hinzukommen. Die Ermittlungen drehen sich im Kreis und ihr kommissarischer Vorgesetzter, Rist, macht Pia und ihren Kollegen das Leben zusätzlich schwer.
Hinzu kommen noch die privaten Sorgen, denn Pias Ex möchte eine Änderung des Aufenthaltsbestimmungsrechts erwirken und den gemeinsamen Sohn Felix dauerhaft bei sich und seiner neuen Freundin haben. Seelische Unterstützung erhält Pia hier von ihrem Freund Lars.


Dies ist bereits der zehnte Teil der Krimireihe um Pia Korittki. Ich selbst bin auch erst mit dem letzten Teil in die Reihe eingestiegen und hatte keine Schwierigkeiten dem Ganzen zu folgen. Die Fälle an sich sind abgeschlossen, nur das Privatleben der Ermittler entwickelt sich weiter. Es steht aber nicht im Vordergrund und es gibt immer ausreichend Erklärungen zu vorherigen Ereignissen. Meiner Meinung nach kann man also jederzeit in die Reihe einsteigen.
Auch dieser Fall ist wieder spannend und mit einigen überraschenden Wendungen erzählt. Der Schreibstil ist flüssig wie immer. Normalerweise ahne ich im Laufe der Geschichte, wer der Täter ist. Hier war ich aber wirklich überrascht.


Wer solide Regionalkrimis mag, dem wird „Ostseefeuer" sicher gefallen. Ich persönlich war schon oft dort oben in Dahme, Heiligenhafen und Grömitz und freue mich immer, die Namen zu lesen.
Meine Bewertung: ☥ ☥ ☥ ☥

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