"...beim Betrachten der Blätter öffnet sich dem Leser das Herz."
Der Verfasser dieses alten, persischen Sprichwortes ist mir nicht bekannt, aber genau so empfinde ich es. Und das ist ein Grund, warum mir ein E-Book nicht ins Haus kommt. Mir würde das Gefühl beim Halten eines Buches fehlen, das Blättern der Seiten, der Duft des Papiers. Ein E-Book wäre mir viel zu unpersönlich, zu steril, zu...kalt. Ihr findet hier nicht nur Rezensionen, auch viele andere Themen rund um Bücher und das Lesen.

Dienstag, 6. Januar 2015

Rückblick auf das zweite Lesehalbjahr 2014

Im Juli habe ich euch ja hier bereits einen kleinen Rückblick auf das erste Halbjahr 2014 gegeben, nun ist auch die zweite Jahreshälfte dran.

Meine erste Reise führte mich in "Teuflische Wut" nach Painters Mill in den USA, wo ein schrecklicher Unfall in der Gemeinde der Amischen die Polizistin Kate Burkholder auf den Plan rief. Nach der Lösung des diesmal sehr emotionalen Falls blieb ich in den USA, aber "Rabentot" konnte mich nicht fesseln, da halfen auch der Mystery-Touch und der Bezug zu Edgar Allen Poe nichts.
Also ging es weiter nach Schweden, wo Polizistin Jeannette Kihlberg zum ersten Mal im Rahmen einer brutale Mordserie auf die mysteriöse Victoria Bergmann traf. Ist sie das "Krähenmädchen"?
"Das Geisterspiel" führte mich schließlich zurück ins 18. Jahrhundert und zwar nach Oxford. Gibt es in der berühmten Universität wirklich Geistererscheinungen? Nachdem ich der Sache auf den Grund gegangen war, ging es wieder in den Gegenwart, diesmal nach Deutschland und in "Blutopfer" verfolgte ich einen Serienmörder, musste privat dafür ein paar Rückschläge hinnehmen.
Nun wollte ich gerne ein paar alte Bekannte wiedertreffen und machte mich in "Narrenkind" auf ins London des 17. Jahrhunderts, etwa ein Jahr nach dem Großen Brand. Hier traf ich auf Dr. Jeremy Blackshaw und Dr. Alan Ridgeway und deren Freunde und verbrachte einige Zeit im damals gefürchteten Bedlam Hospital.
Ein weiter Zeitsprung katapultierte mich in die Gegenwart zurück. Auf den Shetland Inseln begleite ich die Ärztin Tora Hamilton, die auf ihrem Grundstück ein "Todesopfer" findet. Hat das ganze mit einer alten Legende zu tun?
Ich bleibe in England, reise allerdings zurück ins 15. Jahrhundert. Es ist der Beginn der "Rosenkriege" und ich lerne Margret von Anjou und Henry VI kennen und erfahre, wieso ihre Hochzeit arrangiert wurde.
Danach ist es erst Mal wieder Zeit für zeitgenössischen Mord und Totschlag. Ich begleite Temperence Brennan bei ihrem 12. Teil und erfahre "Das Grab ist erst der Anfang", lerne in Berlin den leicht angeschlagenen Polizisten Nils Trojan kennen, der einen Serienkiller namens "Federmann" jagt und fahre schließlich an den Rhein, wo bei Königswinter eine Leiche gefunden wird. Komissar Jan Seidel ermittelt. Kann ihm auch dieses Mal seine Krimi lesende Großmutter helfen?
Nach diesen Fällen in Deutschland ging es in "Narbenkind" zum zweiten Mal nach Stockholm und ich erlebte weitere Ermittlungen von Jeanette Kihlberg im Fall von Victoria Bergman. Und was hat Psychologin Sofia Zetterlund damit zu tun? 
Nach der düsteren Atmosphäre dort begab ich mich zusammen mit Furia Salamandra Faerfax auf die Suche nach ihrem Seelenbuch und besuchte Libropolis, die Stadt der verschwundenen Buchläden. "Die Seiten der Welt" war eine fantastische Reise in die Welt der Bücher.
Da ich schon mal in England war, blieb ich gleich dort, reiste aber zurück in Jahr 1890. Dort lernte ich das deutsche Kindermädchen Charlotte Pauly kennen, die ihre neue Stellung auf dem Herrensitz Chalk Hill antritt. Das Anwesen und die Familie schien ein düsteres Geheimnis zu umgeben, das mit dem "Verbotenen Fluss" zu tun hatte. Aber gemeinsam kamen wir dahinter. 
Wie ich gerade feststelle, war ich 2014 sehr oft in England, denn auch bei meinem erneuten Besuch der Pfarrerin und Beraterin für spirituelle Grenzfragen Merrily Watkins bin ich auf der Insel und zwar an der Grenze zu Wales. Was für ein Rätsel umgibt "Die fünfte Kirche"? Letztendlich fand ich es natürlich heraus. ;-)

Und dann war mir plötzlich danach, einem meiner Lieblingsvampire mal wieder zu begegnen, dem Urvater aller Blutsauger höchstselbst: Dracula. Und ich stellte fest, dass sich meine Faszination für Bram Stokers Geschichte auch nach all den Jahren nicht geändert hatte. Nach dem Ende des Vampirs in seiner transsilvanischen Heimat wollte ich noch nicht, dass alles vorbei ist. Also kehrte Dracula noch einmal zurück und zwar sieben Jahre später. Und wieder versetzt er die Harkers, John Seward und Professor Van Helsing in Angst und Schrecken, dieses Mal mit mehr Präsenz. 

Nun zog es mich aber doch wieder nach Deutschland, genauer gesagt nach Hamburg und ich war dabei, als Marie Neumann in einer forensischen Klinik versucht herauszufinden, ob sie ihren Freund brutal ermordet hat oder nicht. Ist er ein Opfer ihrer Zwangsgedanken geworden? Aber warum kann sie sich an nichts erinnern? Wir haben es herausgefunden in "Alles muss versteckt sein".
Danach erklang in Schweden ein "Schattenschrei" und ich traf zum dritten und letzten Mal auf Victoria Bergmann und Jeannette Kihlberg. Aber ganz zufrieden ließ mich dieses Finale nicht zurück, es blieben einige offene Fragen.
"Seelenweh" erlitt ein Junge in seiner Kindheit und das machte aus ihm einen psychisch kranken Menschen und Serienmörder. Polizistin Jennifer Leitner und Staatsanwalt Oliver Grohmann versuchten ihm das Handwerk zu legen, was gar nicht so einfach war. 
Alte Mauern, die von "fernen Stunden" singen....das ist Schloss Milderhurst in Kent (Huch, schon wieder England), der Wohnsitz der Schwestern Blythe, Töchter des Schriftstellers Raymond Blythe. Die Lektorin Edie versucht hinter das Geheimnis des Schlosses und damit auch hinter das Geheimnis ihrer Mutter zu kommen.
Und meine letzte Reise in 2014 führte mich schließlich ins winterliche North Carolina, wo Harper Connelly aufgrund ihrer Gabe eine grausige Entdeckung macht: Sie findet die Leichen von acht ermordeten, begrabenen Jugendlichen. Und gerät schließlich selbst in Gefahr. Ein sehr spannender Jahresabschluss. 

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