Freitag, 2. Mai 2014

"Ostseesühne" von Eva Almstädt

Klappentext: Im Feuerlöschteich auf einem Bauernhof entdeckt ein Postbote eine halb verweste männliche Leiche. Von den Bewohnern des Hofes, einem Ehepaar und seinem 16-jährigen als zurückgeblieben geltenden Sohn, fehlt jede Spur. Pia Korittki übernimmt die Ermittlungen - und findet heraus, dass vor Jahren ein merkwürdiges Gerücht im Dorf kursierte, dem jedoch nie jemand nachgegangen ist: Auf dem Hof soll damals ein Mädchen gefangen gehalten worden sein ... 
Wie ich erst hinterher gesehen habe, gehört dieses Buch zu einer Serie um die Lübecker Kommissarin Pia Korittki. Allerdings war das nicht schlimm, ich fand ohne Probleme in die Geschichte rein, denn der Fall an sich ist abgeschlossen. Auch die Vorstellung von Pia, ihrem Privatleben und ihren Kollegen erfolgt so, dass man keine Vorkenntnisse braucht. Schon mal ein Pluspunkt. Die Figuren sind lebhaft und nicht farblos, auch die Nebenfiguren. Ich konnte gut nachvollziehen, wie schwierig der Spagat für Pia sein muss zwischen einer guten Polizistin und einer liebevollen Mutter für ihre zweijährigen Sohn Felix.
Der Schreibstil ist flüssig und die Geschichte ist durchweg spannend erzählt.
Bis zum Schluss tappt man im Dunkeln, wer der Täter ist. Zum Ende hin steigt die Spannung durch kürzere Kapitel und schnellen Wechsel der Erzählperspektiven noch mal an.

Fazit: Ein fesselnder, regionaler Krimi aus Schleswig-Holstein mit einer sympathischen Hauptfigur, die ihren Job mit Leib und Seele machen will, aber auch für ihren kleinen Sohn da sein muss. Was nicht immer einfach ist. 


Meine Bewertung:  ☥ ☥ ☥ ☥ ☥

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