Freitag, 14. März 2014

"Vampirmelodie" von Charlaine Harris

Klappentext: Sookie Stackhouse, die gedankenlesende Kellnerin, hat das unangenehme Gefühl, dass sie es sich mit Eric, ihrem Vampirfreund, nachhaltig verscherzt hat; und womöglich bei der gesamten Vampirgemeinde in Ungnade gefallen ist. Dann wird die kleine Stadt Bon Temps von einem schockierenden Mord erschüttert – und Sookie wird unter Mordverdacht festgenommen. Nachdem sie gegen Kaution freigelassen wurde, macht sie sich auf die Suche nach dem wahren Mörder. Dabei muss sie schmerzhaft erfahren, wie undeutlich die Grenzen zwischen Wahrheit und Lügen, zwischen Gerechtigkeit und Blutvergießen in Bon Temps sind. Aber auch die Liebe hat noch ein Wörtchen mitzureden... 

Nun, was habe ich von diesem Buch erwartet, von dem ich ja wusste, dass es das Finale der Serie ist? Auf jeden Fall ein würdiges und sinnvolles Ende einer Buchreihe, die mich mehrere Jahre begleitet  hat. Und das ist "Vampirmelodie" auch. Mal abgesehen davon, dass der deutsche Titel keinen Sinn macht, aber das hat die Reihe ja leider schon seit langem so an sich. 
Wir erinnern uns, dass Sookie im letzten Teil das Cluviel Dor benutzt hat, um Sam das Leben zu retten bzw. ihn sogar von den Toten zurück zu holen, nachdem er von seiner "Freundin" Jannalynn im Kampf tödlich verletzt wurde. 
Das nimmt ihr Eric immer noch ziemlich übel, denn er hätte es lieber gesehen, wenn Sookie das Cluviel Dor für ihn benutzt hätte. 
Auch das zwischen Erics Schöpfer und der Königin von Oklahoma getroffene Arrangement trägt nicht gerade zur Verbesserung der Beziehung mit dem Vampir bei. Ich muss sagen, zu Beginn der Reihe mochte ich Eric, besonders nachdem wir erfuhren, was Bill ihr angetan hat. Aber in letzter Zeit war mir Bill wieder wesentlich sympathischer geworden und ich mochte Eric immer weniger. Und auch Sookie spürt nun, dass Eric sie fallen lassen will, aber was wird dann aus ihr, wenn sie nicht mehr unter dem Schutz des Sheriffs von Bezirk 5 steht? Und wer wird Erics Nachfolger, wenn er tatsächlich nach Oklahoma geht?
Aber es gibt noch andere Dinge, um die Sookie sich Sorgen machen muss, denn eine alte Freundin taucht plötzlich wieder in Bon Temps auf. Kurz darauf wird diese ermordet im Müll von Sams Bar gefunden. Und Sookie ist die beste Tatverdächtige, die die Polizei auftreiben kann. Aber ihre Freunde versuchen gemeinsam ihre Unschuld zu beweisen und verfolgen jede erdenkliche Spur nach dem wahren Täter. 
Wer dann allerdings hinter all dem steckt, damit hätte ich am Ende doch nicht gerechnet. 

Bis es aber soweit ist, tauchen ein paar alte Bekannte in der Geschichte auf, von denen man länger nichts gelesen hat, wie z.B. Barry, der ebenfalls telepathische Fähigkeiten hat und den Sookie bei der Hotelexplosion in Rhodes zum ersten Mal traf. Auch Amelia und Bob sowie die Halbdämonen Diantha und Mr. Cataliades tauchen wieder auf und unterstützen Sookie. Überhaupt erfährt unsere Heldin Hilfe und Zuspruch von vielen Seiten und wie immer sagt sie sich, das Leben muss schließlich weitergehen. Ihr Garten wächst und blüht ohne Unterlass (ein Abschiedsgeschenk von Niall) und sie kommt kaum gegen die Unmengen an Tomaten an. Sie lebt ihren Putz- und Waschwahn aus und macht sich Gedanken über bevorstehende Hochzeiten und Babyparties, erledigt ihre Einkäufe und kocht für ihre Freunde Mehr-Gang-Menüs. Mit anderen Worten: Sookie ist erfrischend wie immer und bemüht, ein ganz normales Leben zu leben. Und wie so oft fragt sie sich, was ihre Großmutter wohl von ihrem Leben halten würde und ob sie stolz auf sie wäre.

In diesem Buch gibt es übrigens zum ersten Mal auch Passagen, die nicht aus Sicht von Sookie geschrieben sind. So erfährt der Leser auch Hintergründe über Dinge, die erst später noch passieren werden. Das hat mir persönlich sehr gut gefallen.

Also alles in allem ein gelungener Abschluss einer tollen Reihe, die sicher ihre Höhen und Tiefen hatte, genau wie ihre Heldin selbst. Sookie hat wieder zu ihrer alten Form zurück gefunden und ich wusste wieder, warum ich die Bücher so gerne lese und Charlaine Harris' Schreibstil so mag. 
Im Vorwort schreibt sie: "...Es ist mir leider nicht möglich, all meine Leser mit dem Ende der  Buchserie zufriedenzustellen, deshalb bin ich meinem eigenen Plan gefolgt - jenem, den ich schon von Anfang an hatte -und hoffe, dass alle ihn passend finden."  Nun, ich finde ihn sehr passend und ich finde es gut, dass sie "ihr Ding durchgezogen hat", wie man so schön sagt. Schließlich sind die Bewohner von Bon Temps ihre Geschöpfe und ihrer Fantasie entsprungen.



Vielen Dank, liebe Sookie, dass ich eine Zeitlang dein überaus interessantes und aufregendes Leben begleiten durfte. Ich wünsche dir und....nein, den Namen verrate ich jetzt nicht *g* ....alles Gute für die Zukunft. 

Meine Bewertung: ☥ ☥ ☥ ☥

1 Kommentar:

  1. Hallöchen!

    ich interessiere mich auch für die reihe. Könntest du daher einmal bitte alle deutschten titel in der richtigen Reihenfolge auflisten...egal ob hier oder im forum..

    LG Anne

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