"...beim Betrachten der Blätter öffnet sich dem Leser das Herz."
Der Verfasser dieses alten, persischen Sprichwortes ist mir nicht bekannt, aber genau so empfinde ich es. Und das ist ein Grund, warum mir ein E-Book nicht ins Haus kommt. Mir würde das Gefühl beim Halten eines Buches fehlen, das Blättern der Seiten, der Duft des Papiers. Ein E-Book wäre mir viel zu unpersönlich, zu steril, zu...kalt. Ihr findet hier nicht nur Rezensionen, auch viele andere Themen rund um Bücher und das Lesen.

Montag, 31. Dezember 2012

Der letzte (Lese)Tag des Jahres 2012

Und wieder ist es soweit, noch ein paar Stunden und das Jahr ist vorbei.

Begleitet euch ein Buch ins neue Jahr oder habt ihr gerade eins abgeschlossen und sagt euch: Das nächste wird erst nächstes Jahr angefangen? 
Also ich habe heute Mittag noch mit "Unsterblich wie die Nacht" von Mina Hepsen begonnen, mal schauen wie weit ich noch damit komme, ehe wir heute Abend mit Freunden feiern gehen. 

Ich wünsche euch jedenfalls einen guten Start ins Jahr 2013, viel Glück und Gesundheit und natürlich auch viele neue Leseabenteuer und Buchentdeckungen.


Sonntag, 30. Dezember 2012

Graveminder von Melissa Marr

Klappentext: 
Jede Generation hat ihre eigene Totenwächterin. Bei Beerdigungen spricht sie die magischen Worte über dem frischen Grab: »Drei Schlucke, um sie zu bannen. Nicht mehr und nicht weniger.« Doch was geschieht, wenn es kein Grab gibt? Wenn die Tote ein junges Mädchen ist, das auf grausame Weise ermordet wurde und nun auferstanden ist, um Rache zu nehmen? Für Rebekkah, Graveminder des idyllischen Claysville, beginnt ein Wettlauf gegen die Zeit. Sie muss ihre Stadt vor der hungrigen Toten schützen. Und nur Byron, ihre große Liebe, steht ihr bei... 



 Ja, ich habe das Buch bis zum Ende gelesen. Obwohl ich zwischendurch überlegt habe, es weg zulegen. Aber dann dachte ich wieder: Ach, noch ein Kapitel. 

Insgesamt fehlte mit leider die richtige Spannung. Ich würde sogar sagen, ich fand es teilweise sehr emotionslos, angesichts der Situation der herumlaufenden Toten. Besonders eine Szene zum Schluss hin, in der mehr oder weniger nebenbei die Schuldige von Hungrigen Toten gefressen wird.
Andererseits ging mir dieses ständige Hin und Her zwischen Rebekkah und Byron auf die Nerven. Weniger davon wäre eindeutig mehr gewesen, dafür ein bisschen mehr Spannung und das Buch wäre mehr Fantasy/Mystery geworden und weniger Liebesgeschichte. Mit Rebekkah wurde ich einfach nicht warm, dafür war sie mir ein bisschen zu....ja, zickig. Byron dagegen mochte ich und er tat mir manchmal richtig leid.
Und unter einer "gruseligen Gothic Novel" verstehe ich ein bisschen was anderes und wirklich düster fand ich es nicht.

Schade, denn die Grundidee der Autorin mit einer Totenwächterin gefällt mir sehr gut und man hätte sehr viel mehr daraus machen können. Was mir gefallen hat, waren die Reisen von Rebekkah und Byron in die Welt der Toten. Es erinnerte mich ein wenig an Stephen Kings "Talisman" Jacks Reisen in die andere Welt durch das "Flippen"  ;-)

"Graveminder" hinterlässt zwiespältige Gefühle, denn auch wenn es nicht sehr spannend war, hallt es irgendwie noch nach...

Samstag, 29. Dezember 2012

Der Leserückblick 2012

Das Jahr neigt sich dem Ende und damit auch das Lesejahr. Zeit, einmal zurückzublicken auf die gelesenen Bücher. Was waren meine Favoriten, was war ganz okay und was eher Zeitverschwendung?

Fangen wir mit letzterem an. Flops sind für mich eigentlich nur die Bücher, die ich auch abbreche, da der Funke absolut nicht überspringt. Das war in diesem Jahr "Skinwalker - Feindesland" von Faith Hunter. Ich habe dem Buch bis Seite 100 eine Chance gegeben, aber ich merkte eigentlich schon vorher, dass es nicht mein Ding ist.
Ansonsten fällt mir kein Buch ein, das ich zu dieser Gruppe rechnen würde.

Eines der Highlights 2012 war für mich ganz eindeutig "Das Schneemädchen" von Eowyn Ivey, welches ich bei Vorablesen gewonnen habe. Eine wunderschöne Geschichte, wie ich sie so bisher nicht gelesen hatte. 


Auch der historische Krimi "Die Hurenkönigin" von Ursula Neeb gehörte zu meinen Favoriten, außerdem "Verrat" von Jim Butcher, Teil 11 der Harry-Dresden-Reihe. 

Von Sandra Lessmann "Die Sündentochter" und "Sündenhof", "Das dunkle Netz der Lügen" von Silvia Kaffke und "Die Zahlen der Toten" von Linda Castillo.

Und natürlich meine letzte Lektüre "Biss der Wölfin" von Kelley Armstrong nicht zu vergessen.
  
Die restlichen von mir dieses Jahr gelesenen Bücher liegen im Mittelfeld, also von gut bis befriedigend. 


Freitag, 28. Dezember 2012

Biss der Wölfin von Kelley Armstrong

Klappentext:
Elena Michaels glaubte ihr Leben als Wölfin endlich im Griff zu haben. Doch als sie eine Mordserie im eisigen Alaska aufklären soll, werden die Dinge kompliziert. Gefangen in einem unbarmherzigen Land, sieht sie sich mit einem tödlichen Gegner konfrontiert – und mit ihrer eigenen ungezähmten Natur …


Es ist nicht so leicht, ein normales Familienleben zu führen, wenn man der einzige weibliche Werwolf auf der Welt ist und neben Ehemann und Kindern auch seine Pflichten im Rudel hat. Zumal wenn der jetzige Alphawolf plant, diese Führungsrolle an Elena zu übergeben. Das bedeutet große Verantwortung und ist sie wirklich schon bereit, diese zu übernehmen? Und wird ihr Mann Clay damit zurechtkommen?

Zunächst aber mal hat Elena andere Probleme, denn ein junger, aus Australien eingewanderter Werwolf namens Reese steckt in Schwierigkeiten und das Rudel will ihm helfen. Elena und Clay verfolgen ihn bis nach Anchorage in Alaska. Dort kommt er ein paar richtig üblen Mutts in die Quere, Werwölfe, die keinem Rudel angehören. Daher steht ihnen auch kein Territorium zu, was sie aber nicht weiter interessiert. Elena und Clay retten Reese vor den Typen und schicken ihn zu Jeremy, ihrem Rudelführer.
Aber es gibt noch andere Probleme, denn in letzter Zeit kam es in der Schneewildnis von Alaska zu Todesfällen, die auf Wolfsangriffe deuten. Nur greifen gewöhnliche Wölfe keine Menschen an. Und außerdem verschwanden junge Mädchen aus der Gegend, die nie wieder aufgetaucht sind. Hängen die Fälle zusammen? Und wer oder was steckt dahinter? Das wollen Elena und Clay herausfinden. Und sie muss bald am eigenen Leib erfahren, dass sie auf der richtigen Spur ist.
 Außerdem möchte Clay den Kontakt zu Dennis Stillwell und seinem Sohn Joey wieder aufnehmen, zwei ehemaligen Rudelmitgliedern, die vor über 20 Jahren nach Alaska gegangen sind. Wissen sie etwas über die Angriffe und die fremden Mutts? 

Es ist lange her, dass ich am Stück einen ganzen Nachmittag ein Buch gelesen habe, weil ich es nicht aus der Hand legen konnte. Mit "Biss der Wölfin" ging es mir gestern so. Die Geschichte ist total spannend und ich dachte immer "Ach komm, noch ein Kapitel" und dann zum Ende hin "Den Rest schaffst du jetzt auch noch" ;-)
Ich mag Kelley Armstrongs Werwölfe, weil es keine Kinofilmmonster sind, sondern sie sich in echte Wölfe verwandeln, die allerdings noch menschlich denken. 
Und genau wie eine "normale" Frau, hat Elena Schwierigkeiten, Familie und Job unter einen Hut zu bringen, denn die fast vierjährigen Zwillinge sehen es gar nicht gerne, wenn Mama und Papa ständig unterwegs sind. Auch wenn Jeremy einen hervorragenden Ersatzpapa abgibt und seine Freundin Jaime sich sehr bemüht. Die Pfannkuchen ohne Blaubeeren zu machen, das geht ja mal gar nicht. *g*

Neben den Rudelwerwölfen, Mutts und normalen Wölfen bringt die Autorin eine Legende der Inuit-Mythologie in die Geschichte, die mir bisher unbekannt war: die Ijiraat, Form- oder Gestaltwandler, die in der Wildnis Alaskas leben sollen. Ein sehr interessanter Aspekt, wenn man sich für solche Themen interessiert. 

"Biss der Wölfin" ist ja Teil der Reihe "Women of the other World" und der vierte Teil mit Werwölfin Elena als Hauptcharakter. Auch wenn man nicht unbedingt alle Teile der Reihe gelesen haben muss, würde ich doch empfehlen, die mit Elena und Clay vorher zu lesen. Man kann so die Beziehung der beiden sehr viel besser verstehen und nachvollziehen. 

Und es tauchen neue Charaktere auf, bei denen ich mich freuen würde, von ihnen künftig mehr zu lesen, wie z.B. Noah und Morgan.  

Mein Fazit: Spannend bis zum Schluss mit der richtigen Portion Humor und Herz und wie ein Wiedersehen mit alten Bekannten.



Mittwoch, 26. Dezember 2012

Der Abend des 2. Weihnachtstages

Nun ist Weihnachten fast schon wieder vorbei. Wie habt ihr das Fest verbracht? Nun, Heiligabend und gestern haben wir Familienbesuche gemacht.
Leider hat mir das Christkind doch noch eine schöne Erkältung gebracht, so dass ich nun seit zwei Tagen meine "Rüsselpest" pflege. 

Aber außerdem hat mir mein Schatzi einen tollen Gutschein von Amazon geschenkt, den ich nach Herzenslust einlösen kann. Mal schauen, welche Bücher ich dafür zu mir nach Hause hole. 

Heute habe ich das schlechte Wetter genutzt und ca. 120 Seiten meines aktuellen Buches "Biss der Wölfin" gelesen. Und gleich werde ich noch ein bisschen weiter lesen. 

Ich wünsche euch noch einen schönen Abend.


Montag, 24. Dezember 2012

Frohe Weihnachten....

...wünsche ich all meinen Lesern und ihren Lieben. Habt eine schöne Zeit, genießt die freien Tage und macht es euch gemütlich.
Freut euch über das eine oder andere Buchgeschenk. ;-)  Oder freut euch über das Strahlen in den Augen der Menschen, denen Ihr ein besonderes Buchgeschenk gemacht habt. 

Wie auch immer ihr das Weihnachtsfest verbringt, macht das Beste daraus, denn es ist viel zu schnell wieder vorbei.

In diesem Sinne:



Samstag, 22. Dezember 2012

Rezension zu "Mittwinternacht" von Phil Rickman

Zum Inhalt

Als Merrily Watkins vom Bischof zur «Beraterin für spirituelle Grenzfragen» ernannt wird, ahnt sie nicht, 
was da auf sie zukommt. Hinter dem modern 
klingenden Titel verbirgt sich ein düsteres Amt: Exorzist. Schon bald droht Unheil: In Merrilys Kirche wird eingebrochen. Eine Leiche treibt im Fluss. 
Satanisten schänden die Kathedrale von Hereford. 
Haben die neuen Freunde ihrer Tochter etwas damit zu tun? Dann erfährt Merrily von einer Verschwörung, 
die die Kirche von England in ihrer Existenz bedroht. 
Und sie fragt sich, welche Rolle dabei ihr eigener Bischof spielt ..


 Hm...wo fange ich an? Also insgesamt hat mir das Buch schon gefallen. Es ist eben kein gewöhnlicher Krimi, sondern geht schon eher in Richtung Mystery.
Aber es fehlte mir ein richtiger Höhepunkt in der Geschichte, wirkliche Spannung wollte nicht aufkommen, obwohl ich ein paar Mal gedacht habe: Aha, jetzt gehts los.
Meiner Meinung nach hat die Geschichte auch zuviele Andeutungen, aber es fehlen die Erklärungen. Was war es nun wirklich in der Kathedrale?
Oder vielleicht habe ich das Ganze auch nur nicht verstanden? 

Auch wegen des Titels "Mittwinternacht" habe ich erwartet, dass ein bisschen mehr auf dieses Jahreskreisfest, die Wintersonnenwende, eingegangen wird, aber dem ist leider nicht so. Schade, da hätte man sicherlich mehr draus machen können.
Die Figur der Merrily mochte ich schon im ersten Band und deswegen wollte ich auch weiterlesen. Auch weil mir die Idee gefällt, dass sie keine gewöhnliche Pfarrerin ist, sondern wirklich gegen das Böse kämpft. Die "Seelenpolizei" wie ihre Tochter Jane sagt. Ich kann gut verstehen, dass es für eine Pfarrerin nicht leicht ist, eine halbwüchsige Tochter zu haben, die nichts von der Kirche im allgemeinen und dem Job der Mutter im besonderen hält. Und das bringt der Autor auch gut rüber.
Auch Lol Robinson taucht wieder auf, der ehemalige Rockstar, mit dem wir schon im ersten Teil Bekanntschaft gemacht haben.

Also wie gesagt, schlecht war das Buch nicht, ich werde sicher auch weiterlesen. Aber nicht sofort.

Donnerstag, 20. Dezember 2012

Rotkäppchen hat Geburtstag

Heute vor 200 Jahren veröffentlichten die Brüder Jakob und Wilhelm Grimm unter dem Titel “Kinder- und Hausmärchen” ihre erste Sammlung. Sie umfasste insgesamt 86 Märchen. Wilhelm Grimm entwickelte einen einheitlichen Erzählstil, der bis heute als typisch für Märchen gilt. Fast alle Märchen beginnen mit “Es war einmal …” – und fast alle enden mit “und wenn sie nicht gestorben sind, dann leben sie noch heut.”   Bald wurde der Band auch “Grimms Märchen” genannt. Die Sammlung war für Kinder gedacht, und die Geschichten waren reichhaltig illustriert.

Die Gebrüder Grimm haben diese Sammlung im Laufe der folgenden Jahrzehnte mehrfach überarbeitet und ergänzt. Am Ende umfasst sie über 200 Märchen, darunter so weltberühmte wie “Der Froschkönig”, “Aschenputtel”, “Schneewittchen”, “Rapunzel”, Hänsel und Gretel”, “Rumpelstilzchen” und so weiter.

In Märchen wird gefoltert, gemordet und vergiftet. Ein Raubtier frisst eine bettlägerige Patientin und ihre Enkelin, eine Frau wird gezwungen, in rotglühende Metallschuhe zu steigen und zu tanzen, bis sie tot zu Boden fällt, eine intrigante Angestellte muss nackt in ein mit spitzen Nägeln ausgeschlagenes Fass steigen und wird darin durch den Ort geschleift, bis sie tot ist. Wenn man sich das recht überlegt, waren diese Märchen eine frühe Version von "Saw". ;-)

Nachdem die Grimms festgestellt hatten, wie beliebt Märchen bei Kindern sind, ging es ihnen nicht mehr allein darum, Volksmärchen zu sammeln und niederzuschreiben, um sie vor dem Aussterben zu bewahren. Sie wollten vielmehr ein Erziehungsbuch schaffen. In dem Vorwort der zweiten Auflage von 1812 schreiben sie: „Darum geht innerlich durch diese Dichtungen jene Reinheit, um derentwillen uns Kinder so wunderbar und selig erscheinen: Sie haben gleichsam dieselben blaulichweißen makellosen glänzenden Augen, die nicht mehr wachsen können […] Das ist der Grund, warum wir durch unsere Sammlung nicht bloß der Geschichte der Poesie und Mythologie einen Dienst erweisen wollten, sondern es zugleich Absicht war, dass die Poesie selbst, die darin lebendig ist, wirke und erfreue, wen sie erfreuen kann, also auch, dass es als ein Erziehungsbuch diene.“
Fortan dichteten sie den Volkserzählungen ein glückliches Ende hinzu. Das zeigt sich am Beispiel von Rotkäppchen. In der französischen Version von Charles Perrault „Le Petit Chaperon rouge“ frisst der böse Wolf das Mädchen und damit endet das Märchen. In der Grimm´schen Version schneidet der Jäger Rotkäppchen und die Großmutter aus dem Bauch des Wolfes. Beide überleben.
Quelle: Focus Online

Habt ihr Lieblingsmärchen? Also ich mochte als Kind immer sehr gerne "Rotkäppchen" und "Der Wolf und die sieben Geißlein"

Mittwoch, 19. Dezember 2012

Der 19. Dezember - Das 19. Türchen

Geh heute in die Natur. Such die Nähe eines Baumes, berühre ihn und fühle wo seine Kraft jetzt im Winter ist..
Sie ist in den Wurzeln, tief im Inneren von Mutter Erde. Seine Kraft hat sich ganz nach innen zurückgezogen.
Die Wurzeln sind alle unterirdisch miteinander verbunden und weit verzweigt im Bauch von Mutter Erde. 

Viele Dinge wissen wir, bevor wir sie wissen. Sie werden uns tief aus den Tiefen des Seins zugetragen. Wir fühlen die Veränderungen lange bevor sie tatsächlich eintreten.
Wenn du Zuhause bist, kannst du ein ewiges Licht für deine Ahnen und all jene, die schon gegangen sind, über Nacht im Garten aufstellen. 

Nimm dir heute Zeit, in der Stille das unterbewusste Netzwerk wahrzunehmen. Fühle, dass alles miteinander verbunden ist. 
Bevor du ins Bett gehst, bitte um eine Botschaft.
Wenn alte Ängste oder Schatten kommen, dann ist dies nun eine wundervolle Gelegenheit, die mithilfe der geistigen Welt, deinen Engeln und deinen Seelenführern zu wandeln. Bitte deine Engel, dich zu begleiten und schaue, was das Bild, das dir gezeigt wurde, braucht, damit es sich positiv und kraftvoll für jetzt und für alle Zeiten wandeln kann. Sieh, wie sich die alten Energien erlösen, befreien und in Liebe wandeln.
Alles, was wir mit Liebe, Heilung und Mitgefühl berühren, kann sich wandeln - zuerst innerlich, später auch äußerlich. 

Quelle: Advents- und Weihnachtsrituale von Jeanne Ruland

Dienstag, 18. Dezember 2012

Märchen und Erzählungen der Rauhnächte

A Christmas Carol von Charles Dickens aus dem Jahr 1843 ist ein besonders schönes und passendes Märchen für die Zeit der Rauhnächte.

Sowie auch diese hier:
-Frau Holle
-Knecht Ruprecht
-Aschenputtel
-Das kleine Mädchen mit den Schwefelhölzern
-Sterntaler
-Die Schneekönigin

Ein großer Teil dieser Märchen handelt von dem Weg der Erlösung durch den Kontakt mit der geistigen Welt.

"Eine Weihnachtsgeschichte" von Dickens handelt vom grantigen Geizhals Ebenezer Scrooge, der in drei aufeinanderfolgenden Weihnachtsnächten Besuch von seinem verstorbenen Teilhaber Marley und drei weiteren Geistern erhält: dem Geist der vergangenen, der gegenwärtigen und der zukünftigen Weihnacht, die ihm zu tiefen Lebenseinsichten verhelfen, durch die er fähig wird, sein Leben zu ändern. 



Knecht Ruprecht ist in eine dunkle Kutte gekleidet und tritt als Gehilfe des Weihnachtsmannes oder Nikolaus auf. Ursprünglich kam die Figur des Knecht Ruprecht aus anderen Traditionen:
Er entspricht z.B. den heidnischen Wesen, die der Percht folgen, die Dunkelheit vertreiben und das Licht bringen. Er könnte aber auch verwandt sein mit dem Butzelmann, der die Kinder erschreckt. ;-)

Wie auch immer, sie alle haben eins gemeinsam: Sie bringen Gerechtigkeit, bestragen die Bösen und belohnen die Guten. Alte Dinge werden bereinigt. Auf diese Weise werden alte Rechnungen beglichen und man erhält im neuen Jahr eine neue Chance.

Beim nächsten Mal gibt's ein bisschen mehr zu dem Thema.

Quelle: Das Geheimnis der Rauhnächte von Jeanne Ruland

Montag, 17. Dezember 2012

Der 17. Dezember - Das 17. Türchen

Wichtel, Wichtel – Zauberfichtel,
unerkannt sind sie da – wägen ab, was ist, was war.
Tanzen in der Stube herum,
Wichtel, die sind gar nicht dumm.
Bringen nicht unbedingt das, was du wählst,
doch dafür das, was deine Seele braucht,                        
damit die alte Kraft verraucht.
Wichtel, Fichtel, eins, zwei, drei –
Altes geht, ist jetzt vorbei.
Neues kommt nun in dein Leben,
du kannst auch goldne Fäden weben. 


In der Weihnachtszeit sind die Wichtel aktiv. Sie huschen unbemerkt hin und her und verteilen Lichtpunkte, Niespulver und Botschaften der Seele, räumen hier und dort energetische Dinge fort, putzen die Stube auf einer anderen nichtmateriellen Ebene, beseitigen die geistigen Spinnweben.
Sie werden wegen ihres Schabernacks, den sie auch gerne treiben, manchmal nicht gerne gesehen, aber trickst man sie aus, bleiben sie fort. Deswegen stelle ihnen etwas Tabak, Schnaps, Plätzchen und Milch hin und lasse sie wirken.

Hast du schon etwas über das Wichteln gehört? Es ist ein Spiel in der Weihnachtszeit, bei dem man anderen Menschen unerkannt eine Überraschung bereitet. Dies kann auf ganz unterschiedliche Weise geschehen.
Die Namen der einzelnen Mitspieler werden z.B. auf Zettel geschrieben und diese in einen Sack geworfen. Jeder zieht einen dieser Zettel und lässt sich dann symbolisch für die Person, dessen Namen er gezogen hat, etwas einfallen und stellt eine kleine Überraschung unbemerkt an deren Platz.

Wichtel heute mit den Wichteln und erfreue dich daran.

Räuchere deine Stube und reinige sie so auch einmal energetisch.

Schaffe Platz, eine Lücke, durch die der neue Geist herein tanzen kann. Du wirst den Unterschied nach dem Tun bemerken.

(Quelle: Advents- und Weihnachtsrituale von Jeanne Ruland)

Sonntag, 16. Dezember 2012

Der 16. Dezember - Das 16. Türchen

Wünsche, Träume und Visionen

Wünsche müssen nicht immer teuer und materiell sein. Zeit miteinander zu verbringen, gemeinsam zu träumen und Spaß zu haben ist oft das Wervollste.

Nimm dir heute Zeit für jemanden, den du liebst. Höre ihm zu, sei mit ihm zusammen, einfach so. Tue heute etwas Gutes. Was du anderen tust, tust du dir selbst. Frage auch deinen Engel, ob du etwas für die geistige Welt geben oder tun kannst. Führe aus, was er dir eingibt.

Hier ein paar Beispiele:

  • Jemandem eine Bitte erfüllen
  • Jemandem die Hand reichen
  • Jemandem etwas Wunderbares sagen, das von Herzen kommt
  • Gemeinsam etwas unternehmen, was Freude macht
  • Eine Grußkarte an jemanden versenden, bei dem du dich schon lange nicht mehr gemeldet hast

Schau heute, welche Wünsche du wirklich für andere, für deine Eltern, Freunde, Kinder zu Weihnachten wahr werden lassen kannst.

Qelle: Advents- und Weihnachtsrituale von Jeanne Ruland


Freitag, 14. Dezember 2012

Ende der Verlosung des E-Books

So die Entscheidung ist gefallen. Und sie war gar nicht schwer, denn es gibt nur einen Kommentar zu dem Posting, also hat


das E-Book von Monika De Giorgi gewonnen.

Liebe Lilith, ich gratuliere dir und hoffe, du hast viel Freude mit dem Buch und dass es dir natürlich auch gefällt.
Monika wird sicher in den nächsten Tagen mit Dir Kontakt aufnehmen und dir das Buch zusenden.

Viel Spaß und es wäre super, wenn du irgendwo deine Meinung dazu kundtun würdest. ;-)

Ich wünsche dir eine schöne Weihnachtszeit und alles Gute für das (Lese)Jahr 2013.

Donnerstag, 13. Dezember 2012

Wieder einem Buch ein Zuhause gegeben

Ich wollte heute nach der Arbeit nur ganz kurz noch in die Stadt und in die Meyersche Buchhandlung, da ich noch einen Kalender für 2013 brauchte.
Ich wurde auch fündig und schnappte mir die Agenda von Victoria Frances wie jedes Jahr. 

Und dann musste ich mich natürlich noch umsehen, was es sonst noch so gibt.
Bei den Neuerscheinungen sprang mir gleich ein Buch ins Auge, das schon auf meiner Wunschliste steht: Grave Minder von Melissa Marr.
Es sprang mir geradezu in den Arme und wollte mitgenommen werden. Ich hatte gar keine Chance. Natürlich musste ich ihm ein neues, kuscheliges Zuhause geben. Ist doch bald Weihnachten. ;-)  


Zum Inhalt:
Jede Generation hat ihre eigene Totenwächterin. Bei Beerdigungen spricht sie die magischen Worte über dem frischen Grab: »Drei Schlucke, um sie zu bannen. Nicht mehr und nicht weniger.« Doch was geschieht, wenn es kein Grab gibt? Wenn die Tote ein junges Mädchen ist, das auf grausame Weise ermordet wurde und nun auferstanden ist, um Rache zu nehmen? Für Rebekkah, Graveminder des idyllischen Claysville, beginnt ein Wettlauf gegen die Zeit. Sie muss ihre Stadt vor der hungrigen Toten schützen. Und nur Byron, ihre große Liebe, steht ihr bei...

Der 13. Dezember - Das 13. Türchen: Luciafest

Der Name Lucia stammt vom lateinischen Wort „lux“ ab und bedeutet demnach „die Leuchtende“, „das Licht“ oder „Schönheit“. Es steht auch für „die bei Tagesanbruch Geborene“. Vor der Einführung des Gregorianischen Kalenders im 16. Jahrhundert fiel die Wintersonnenwende auf den 13. Dezember, der in der Liturgie der katholischen Kirche der Gedenktag der Heiligen Lucia von Syrakus ist. So wird am 13. Dezember im Brauchtum gleichsam die „Wiederkehr des Lichts“ im Jahreszeitenkreislauf gefeiert.

Wer war die Heilige Lucia? Lucia von Syrakus wurde in Sizilien geboren, wo ihre Mutter ihr schon früh vom Christentum erzählte. Sie war begeistert von Jesus und beschloss ein gottgefälliges Leben als Jungfrau zu führen. Denn als sie einen von ihrem Vater auserwählten Mann heiraten sollte, weigerte sie sich und wurde somit als Christin entlarvt, was damals mit dem Tod bestraft wurde. So wurde Lucia in eine abgelegene Hütte geführt, wo man sie mit siedendem Öl übergoss. Ein Knecht stieß ihr ein Schwert in die Kehle, doch trotz dieses Martyriums soll die Heilige der Legende nach überlebt haben. Sie empfing durch einen Priester die heilige Kommunion und starb, angeblich an einem 13. Dezember.

Noch heute feiert man vor allem in Schweden an diesem Tag das Luciafest, bei dem u.a. ein Mädchen mit weißem Gewand und rotem Gürtel mit einem Kerzenkranz auf dem Kopf eine Art Prozession von ähnlich gekleideten Mädchen anführt.
Eine kirchliche Prägung des heutigen Festes lässt sich kaum mehr feststellen, auch wenn der Tag eigentlich zum Gedenken an eine Heilige begangen wird – zumindest dem Namen nach. Es gibt verschiedene Elemente, die zum Brauch dazu gehören. Das sind zum einen die weißen Gewänder, zum anderen sind es Kerzen. Warum? Nun, Lucia trug angeblich einen Kranz aus Kerzen auf dem Kopf, weil sie die Hände frei haben wollte, um den Armen Lebensmittel zu geben. Einige Wissenschaftler gehen davon aus, dass das weiße Gewand und das rote, darum geschlungene Band auf das Christentum hinweisen. Das weiße Gewand steht demnach für die Keuschheit der Heiligen Lucia, die diese gelobt hatte, das rote Band soll für das Martyrium stehen. Verzehrt wird an diesem Tag Lussekatter, das ist ein Gebäck mit Safran, das traditionell zum Luciafest gebacken wird, getrunken werden kann der Glögg. Dabei handelt es sich um eine Art Glühwein, auf jeden Fall ist es ein heißes, fruchtiges und alkoholisches Getränk. Hehe, ja kenne ich. Hab ich bei einem großen schwedischen Möbelhaus gesehen. ;-) Traditionell werden zudem die so genannten Lucialieder gesungen, außerdem wird in den meisten Orten eine Lucia gewählt.
Schon früh am Morgen beginnen die Feierlichkeiten in den Familien. Da es sich eben nicht um einen gesetzlichen Feiertag handelt, werden die Feierlichkeiten im Kindergarten oder in der Schule wieder fortgesetzt. Auch am Arbeitsplatz der Erwachsenen läuft an diesem Tag nicht alles so wie immer. In der Familie ist die älteste Tochter traditionell die Lucia. Sie muss ein weißes Gewand tragen, um die Taille bekommt sie ein rotes Band geschlungen. Auf den Kopf kommt ein Kranz mit Kerzen. Dem Mädchen folgen andere Mädchen, die als Tärnor bezeichnet werden. Sie halten Kerzen in den Händen. Außerdem gehören die Sternknaben dazu, die Stjärngossar. Dann gibt es noch die Pepparkaksgubbar – die Pfefferkuchenmännchen – und die Tomtar, die Wichte.

Warum das Luciafest ausgrechnet in Schweden so groß gefeiert wird, ist nicht nachzuvollziehen, denn Lucia stammte ja aus Italien. Einige vermuten daher, dass es überhaupt nichts mit der Heiligen Lucia zu tun hat.

Wie dem auch sei, es ist eine schöne Tradition, die aufrecht erhalten werden sollte.

Montag, 10. Dezember 2012

Der 10. Dezember - Das 10. Türchen

Die meisten Menschen fürchten sich vor der Dunkelheit. Sie löst oft Angst aus, weil sie lange verteufelt wurde.

Die Dunkelheit ist jene Welt, in der die Schöpfung ihren Anfang nimmt. Sie ist die Welt der Fantasie, der Träume und Visionen, der Wünsche und des Verlangens. Sie wohnt am Grunde eines jeden Seins.

Die Dunkelheit ist der Wald im Märchen. Wir durchwandern ihn immer tiefer auf einem Weg, der zu unseren eigenen Licht- und Schattenbereichen führt, damit wir diese wandeln und erlösen können und frei werden für ein Leben in Freude, Güte und Liebe. Welches ist dein Lieblingsmärchen? Welche Märchen fallen dir ein?

Nimm dir heute Zeit und lies ein Märchen, schaue einen Film an, den du liebst. Märchen und Geschichten haben eine eigene Magie. Sie lehren, sich Hindernissen auf kreative Weise zu stellen, Lösungen zu finden, manchmal zu handeln, manchmal abzuwarten, manchmal zuerst ganz andere Aufgaben zu lösen, die mit dem Ziel erst einmal scheinbar nichts zu tun haben.

(Quelle: Advents- und Weihnachtsrituale von Jeanne Ruland)

Sonntag, 9. Dezember 2012

Verlosung zum 2. Advent

Zur Feier des Tages (die halbe Adventszeit ist geschafft *g*) gibt es etwas zu gewinnen.

Diesmal geht es um ein E-Book (epub) mit dem Titel "Schmerz - Blut - Liebe". 

Ja, ich weiß, ich bin eigentlich kein Fan von E-Books, aber in diesem Fall mache ich eine Ausnahme. Ich kenne die Autorin dieser Kurzgeschichtensammlung, Monika De Giorgi, aus einem Forum und habe auch ihren Vampirroman "Edens Asche" gelesen, welcher mir sehr gut gefallen hat. 

Nähere Infos zum Buch: "Schmerz – Blut – Liebe“ – drei kurze Worte mit viel Bedeutung – welche die Autorin in dieser Anthologie zu ergründen sucht. In ihren dunklen, erotischen und fantasievollen Kurzgeschichten und Gedichten nimmt uns die Autorin Monika De Giorgi mit in ein paranormal- romantisches Märchenreich, in dem uns keine Frösche und Prinzen erwarten, aber dafür sexy Werwölfe, Vampire und Geisterwesen – die nicht erst wachgeküsst werden müssen.

Noch mehr Infos gibts hier: favola de mezzanotte


Also, wer Interesse an diesem E-Book hat, der schreibt bitte hier einen Kommentar und ich verlose dann unter den Interessierten. Die Datei wird euch die Autorin dann direkt zukommen lassen. 

Einsendeschluss ist der 13. Dezember.


Viel Glück! 



Der 9. Dezember - Das 9. Türchen

Wenn du am Abend nur eine Nuss in deiner Tasche hast, dann war es ein gelungener Tag, der sich gelohnt hat.

Nimm einen kleinen Beutel Haselnüsse mit auf den Weg durch diesen Tag. Heute ist die Zeit, den versteckten Segnungen, die im Laufe eines Tages am Wegesrand liegen, mehr Beachtung zu schenken. Für alles, was dir gut tut, was dein Herz erwärmt oder dich erfreut, legst du eine der Haselnüsse in deine Tasche. Am Abend zählst du die Haselnüsse und erinnerst dich bildlich, emotional und sinnlich genau an all die wundervollen Momente des Tages. Nimm sie bewusst wahr, denn sie sind es, die das Leben lebenswert machen.

Zu den positiven Erfahrungen können zählen:

Ein besonderes Gespräch
Ein Kompliment, eine Rücksichtnahme
Ein Dankeschön oder eine kleine Aufmerksamkeit
Eine schöne sinnliche Erfahrung
Etwas von dir heute Überwundenes
Neue Wege, die du gegangen bist
Ein Lächeln, eine E-Mail, eine wunderschöne Naturerscheinung usw.

Führe diese Übung während der ganzen Woche aus und notiere dir all diese wundervollen Momente.

(Quelle: Advents- und Weihnachtsrituale von Jeanne Ruland)


Freitag, 7. Dezember 2012

Es schneit....

...und irgendwie kam mir gerade der Gedanke, ob es Bücher gibt, die man JETZT lesen sollte, weil es einfach besser in die Jahreszeit passt. Achtet ihr auf sowas?
Klar, Bücher, die als Adventskalender gedacht sind, liest man sicher nicht im Juli. *g* Aber gibt es sowas wie "Jahreszeitliches Lesen"?

Also ich lese ja gerade "Mittwinternacht" von Phil Rickman. Das passt sehr gut, denn in 2 Wochen ist ja Wintersonnwende, also Mittwinternacht. Und diesmal habe ich es auch ganz bewusst aus meinem SUB ausgewählt.

Im Sommer habe ich "Weißer Schrecken" von Thomas Finn gelesen, welches im Dezember spielt und das Thema Nikolaus, die Perchtenläufe, den Krampus usw. zum Thema hat. Und hinterher habe ich mich gefragt, ob die Geschichte noch besser rüber gekommen wäre, hätte ich es in der Vorweihnachtszeit gelesen.

Was man jetzt auch sehr gut lesen könnte, wenn man auf sowas achtet, ist natürlich "Das Schneemädchen" von Eowyn Ivey.

Normalerweise ist mir das ziemlich egal, was ich wann und wo lese. Ich lese Ostfrieslandkrimis ja auch nicht nur in Norddeich oder fliege für die Lektüre von "Die Flüsse von London" nach England. *g* Aber als ich eben so raussah in die fallenden Flocken, da kam mir halt dieser Gedanke...


In diesem Sinne: einen schönen ersten Schnee-Lese-Tag.

Donnerstag, 6. Dezember 2012

Der 6. Dezember - Das 6. Türchen

Nikolaustag
Lieber heiliger Nikolaus,
komm doch heut in unser Haus.
Lehr uns an die Armen denken,
lass uns teilen und verschenken.
Zeig uns, wie man fröhlich gibt,
wie man hilft und wie man liebt.

Heute kommt der Nikolaus. Er fragt was man Gutes getan hat. Der Nikolaus hebt das Gute im Menschen hervor, um es zu stärken.

Nimm dir etwas Zeit und überlege dir, was du dieses Jahr für andere getan hast.
Wo hast du anderen geholfen?
Was hast du für dich selbst getan?
Welche Nuss hast du noch zu knacken?
Was könntest du noch ausgleichen oder verzeihen, damit du es nicht mit in das neue Jahr nehmen musst?

(Quelle: Advents- und Weihnachtsrituale von Jeanne Ruland)

Mittwoch, 5. Dezember 2012

Jim Butcher: Verrat (Harry Dresden Band 11)

Klappentext:
Wenn es um den Weißen Rat geht, kommen Harry sofort Gedanken wie schwarzes Schaf oder Opferlamm in den Sinn, und niemand schafft es, Dresden mit mehr Geringschätzung zu behandeln als Morgan, ein Wächter-Veteran, der einen Groll gegen jeden hegt, der die Regeln bricht. Doch diesmal steckt Morgan in ernsthaften Schwierigkeiten. Er wird eines kaltblütigen Mordes beschuldigt - eines Verbrechens, für das es nur eine finale Strafe gibt. Nun ist Morgan auf der Flucht und versucht, seinen Namen reinzuwaschen. Hierzu benötigt er einen echten Underdog - jemanden wie Harry, der für ihn den Verräter im Rat ausfindig macht und dabei selbst nicht unter Verdacht gerät. Andernfalls könnte es jemandes Kopf kosten, und dieser Jemand könnte Dresden selbst sein...


Für mich ist „Verrat“ eines der besten Bücher der Reihe. Auf jeden Fall eines der emotionaleren und persönlicheren, was Harrys Leben betrifft.

Dass Harry Dresden überrascht ist, als der Wächter Morgan schwer verletzt vor seiner Tür auftaucht, ist wohl verständlich. Denn schließlich waren die beiden in der Vergangenheit nie die besten Freunde. Im Gegenteil, Morgan wartete nur darauf, dass Harry einen Fehler machte und der Scharfrichter des Rates endlich seines Amtes walten konnte. Und trotzdem ist es typisch Harry, dass er Morgan helfen will, seine Unschuld zu beweisen, denn er ist überzeugt, dass er den Mord, dessen er beschuldigt wird, nicht begangen hat. Schließlich lebt Morgan nur für den Weißen Rat und würde ohne zu zögern auch für ihn sterben. Warum sollte er ein angesehenes Mitglied des Rates also töten und die Organisation damit in Verruf bringen?
Harry ahnt, dass da Jemand im Hintergrund die Fäden zieht und ein falsches und vor allen Dingen tödliches Spiel spielt. Und dieser Jemand will nicht nur Morgan und damit dem Rat schaden, es geht um viel mehr, denn auch die Vampire des Weißen Hofes werden mit hineingezogen und damit auch Thomas Raith.
Aber da hat der Verräter die Rechnung ohne Harry gemacht, denn Thomas ist die einzige Familie, die der Magier noch hat. Und mit Hilfe seiner Freunde Murphy, Molly, den Werwölfen Billy und Georgia und natürlich seinem Hund Mouse versucht er dem Unbekannten auf die Spur zu kommen.
Bis es allerdings am Ende zum entscheidenden Showdown kommt, muss Harry einige Rückschläge und Niederlagen hinnehmen und stößt bei dem Fall mehr als einmal an seine Grenzen, selbst als Magier.

Wie gesagt, ein sehr emotionales Buch, besonders was die Beziehungen von Harry zu seiner „Familie“ und seinen Freunden betrifft. Aber es gibt auch immer wieder Momente zum Schmunzeln, wenn Harry wie so oft seine große Klappe nicht halten kann. Oder seine „Diskussionen“ mit Mouse. Und ich fand "Verrat" spannender als die beiden Vorgänger.
Mit den Werwölfen Georgia und Billy gibt es ein Wiedersehen mit alten Bekannten und auch Butters hat einen kurzen Auftritt am Anfang, was mich sehr gefreut hat. Bob kommt dafür diesmal nur leider etwas zu kurz, finde ich. Naja, man kann nicht alles haben. Dafür wird langsam immer klarer, wie mächtig Molly einmal sein wird, wenn sie lernt, ihre Kräfte zu beherrschen.
Eine Wendung gefällt mir allerdings ganz gut, auch wenn es mir leid tut wegen Harry. Aber ich hab der Person nie getraut.
Mehr verrate ich nicht, lest es selbst.

Dienstag, 4. Dezember 2012

Der 4. Dezember - Das 4. Türchen

Heute ist der Tag der Heiligen Barbara

Der Barbaratag gehört zu den Orakeltagen im Advent. Zünde ein Licht für ein langes und glückliches Leben und deinen Übergang an, und bitte, dass er sanft und gut sein wird, wenn deine Zeit hier auf der Erde beendet ist.

In alter Tradition gehen die Frauen um Mitternacht oder Früh zu einem Obstbaum (Kirsche, Apfel, Birne) und schneiden Zweige ab, die dann ins Wasser gestellt werden. Die Knospen sollen bis zum Heiligen Abend aufblühen und so das neue Leben in die Wohnung bringen. Erblühen die Zweige, so wird dies als gutes Omen gedeutet, weil es Glück bringen soll.



Die Heilige Barbara lebte der Überlieferung nach in der Spätantike. Sie bekannte sich gegen den Willen ihres Vaters zum Christentum. Ihr Vater sperrte sie daraufhin in einen Turm und als sie floh, klagte er sie an. Auf dem Weg ins Gefängnis blieb ein Zweig an ihrem Gewand hängen. Sie stellte ihn ins Wasser und er erblühte an ihrem Todestag, als ihr Vater sie eigenhändig enthauptete. Die heilige Barbara ist das Symbol für Wehr- und Standhaftigkeit. Sie ist u.a. Schutzpatronin der Schmiede, Maurer, Dachdecker, Feuerwehrleute und Gefangenen. Sie wird bei Gewitter, Feuergefahr, Fieber und plötzlichem Tod angerufen.

Quelle: Advents- und Weihnachtsrituale (Jeanne Ruland)




Montag, 3. Dezember 2012

Der 3. Dezember - Das 3. Türchen

Nimm dir heute Zeit, die Dunkelheit bewusst wahrzunehmen. Wenn der Tag sich dem Ende neigt, gehe hinaus. Lass dir Zeit, die Dunkelheit zu betrachten. Wie empfindest du sie? Was bedeutet sie für dich? Merkst du, dass die Dunkelheit gar nicht so dunkel ist, wie wir meinen?

Nimm ganz bewusst die Dunkelheit wahr. Fühlst du, wie du mit dem Verschwinden des Tageslichts, wenn es kühl wird, mehr nach innen zu schauen und zu reflektieren beginnst? Auch dies gehört in die Adventszeit – das zurückliegende Jahr zu reflektieren, uns Zeit zu nehmen und zu schauen, was es uns gebracht hat. Schaue auf das Jahr zurück. Fühle in die einzelnen Monate hinein.

Wenn du das Jahr unter ein Motto stellen könntest, welches Motto würdest du dem Jahr geben?
Mach dir bewusst, dass du ein Jahr weitergegangen bist, jetzt an einem neuen Punkt stehst. Notiere dir kurz deine Eindrücke und das Motto des alten Jahres.
Der Weg der Dunkelheit ist der Weg durch die Nacht. Träume, Ahnungen, Visionen, die Balance der Seele sind jetzt der Weg.

Lange Nächte – Zeit zum Träumen

-Bereite dich auf den Schlaf vor.
-Lass den Tag an dir vorbeiziehen und verarbeitet ihn, bevor du zu Bett gehst, dann hast du
 die Kraft für deine Träume und Visionen
-Lege dir ein Traumtagebuch oder dein Adventsnotizbüchlein mit einem Stift neben das Bett.
-Bitte die geistige Welt vor dem Einschlafen um einen Traum, der dir Kraft, Liebe und Hoffnung
 schenkt.
-Wenn du morgens die Aufen öffnest, lass die Nacht kurz nachwirken und notiere, welche
  Eindrücke und Gefühle sie in die hinterlässt.

(Quelle: Advents- und Weihnachtsrituale von Jeanne Ruland)

Sonntag, 2. Dezember 2012

Der 2. Dezember - Das 2. Türchen

Heute ist ein Wunschtag. Als Kinder haben wir jedes Jahr Wunschzettel an das Christkind geschrieben und draußen an einen Feenbaum gehängt, damit die Wünsche nach oben zum Christkind getragen wurden.

Du hast nicht nur drei, nein du hast hundert Wünsche frei. Lege dir in deinem Notizbüchlein hinten eine Liste mit Zahlen von eins bis hundert an. Hundert Wünsche sind eine ganze Menge und es ist gut, so viele zu haben.
Immer wenn dir etwas einfällt, was du dir für dich selbst wünschst und für andere, notiere es, sodass die hundert Wunschpunkte sich im Laufe der Adventszeit füllen können. Genieße diese Freiheit und schreiben für dich mögliche und unmögliche Wünsche auf. Habe viel Spaß dabei und lasse deiner Fantasie freien Lauf.

Heute ist ein guter Tag, den Wunschzettel an das Christkind zu schreiben. 

(Quelle: Advents- und Weihnachtsrituale von Jeanne Ruland)


Ja, Wunschzettel habe ich auch geschrieben, fleißig jedes Jahr. An einen Feenbaum habe ich diese aber nie gehängt, sondern auf die Fensterbank gelegt. Das Fenster haben wir dann einen Spalt offen stehen lassen, damit das Christkind herein fliegen und diesen abholen
konnte. Natürlich wollte ich immer einen Blick darauf erhaschen, aber meine Eltern haben gesagt, das dürfte ich nicht. Wenn das Christkind mich entdecken würde, würde es ganz verschreckt wieder davonfliegen und nie mehr wiederkommen. Das konnte ich natürlich nicht riskieren. ;-)


Samstag, 1. Dezember 2012

Der 1. Dezember - Das 1. Türchen

Heute habe ich das erste Türchen in meinem Adventskalender geöffnet. Sprich, ich habe das erste Kapitel in meinem Buch gelesen.
Und ich möchte euch gerne daran teilhaben lassen:


Reflexionen im Lichte des Herzen

Zünde die erste Kerze an, koche dir einen Tee und nimm dir etwas Zeit. Lege dir einen Zettel bereit.
Beantworte folgende Fragen:

Wer hat dich durch das vergangene Jahr begleitet?
Was waren wichtige, schöne Momente im vergangenen Jahr?
Was waren die Momente des Glücks?
Wofür kannst du danken?
Wem möchtest du mit Jahresabschluss danken und ihm symbolisch etwas schenken oder eine Freude machen?
Was nimmst du mit, was lässt du zurück?
Was möchtest du in deinem Leben ändern?
Welche Richtung möchtest du jetzt einschlagen?

Manchmal ist es gut, sich dafür Zeit zu nehmen und die gefundenen Antworten zu notieren, weil es dir vieles bewusster machen wird. Es ist wichtig die schönen und guten Seiten zu sehen und den Dank zum Ausdruck zu bringen.
Nimm dir Zeit. Schreibe an jeden, der für dich im vergangenen Jahr wichtig war, eine Zeile mit aufrichtigen Worten der Liebe und des Dankes oder lasse es ihn auf deine Art wissen.
Du zauberst damit Kraft und Liebe in die Herzen anderer und vertiefst die Verbindung auch in dir.

Quelle: Advents- und Weihnachtsrituale (Jeanne Ruland)