Freitag, 14. September 2012

Linda Castillo: Blutige Stille



Klappentext:
Sie töteten alle Mitglieder der Familie Plank. Die Leichen des Vaters und der beiden Söhne fand man im Wohnhaus, die der Mutter und des Babys auf dem Weg zur Scheune. Doch niemand war auf das vorbereitet, was sie in der Scheune fanden. Die beiden Mädchen, gefoltert und misshandelt. Die Familie gehörte zur amischen Gemeinde in Painters Mill, Ohio, sie lebten getreu ihren Glaubensgrundsätzen von Schlichtheit und Bescheidenheit, waren gottesfürchtige Leute. Fernab von den Verführungen der Zivilisation. Oder enthüllt das Tagebuch der ältesten Tochter eine andere Wahrheit? 
  
Ein paar Monate sind vergangen, seit Kate Burkholder, Chief of Police der Kleinstadt Painters Mill in Ohio, mit ihrem Team den sog. „Schlächter“, einen brutalen Serienkiller zur Strecke gebracht hat.
Leider hält der ruhige Alltag danach nicht lange an, denn der blutige Mord an einer ganzen Familie muss aufgeklärt werden. Die Eltern sowie ihre fünf Kinder wurden getötet, darunter auch zwei Mädchen im Teenageralter, die zusätzlich noch gefoltert wurden. Die Familie Plank gehörte zur Amischen Gemeinde und sind erst vor knapp zwei Jahren nach Painters Mill gezogen. Kate weiß nicht viel über die Leute, was die Ermittlungen nicht gerade leichter gemacht. Auch die Tatsache, dass sie selbst mal Amisch war, hilft ihr nicht weiter, denn sie hat sich für ein anderes Leben außerhalb der Gemeinde entschieden und gilt als ausgestoßen. Sie ist eine „Englische“ und die Nachbarn der ermordeten Familie, die vielleicht helfen könnte, misstraut ihr.
Hinzu kommt, dass der Tod der zweitältesten Tochter, Mary, sie sehr an ihr eigenes Leben in dem Alter erinnert.
Als sie nicht weiterkommt, bittet sie den BCI-Agenten John Thomasetti um Hilfe, mit dem sie während des „Schlächter“-Falls zusammengearbeitet hat und zu dem sie auch eine sehr persönliche Beziehung hat. Doch weder John noch Kate wollen intensiver darüber nachdenken, was genau sie füreinander sind. John kommt nach Painters Mill, verschweigt Kate aber zunächst, dass sein Besuch inoffiziell ist, da er von seiner Behörde beurlaubt wurde. Seine Vorgesetzten halten ihn immer noch für eine tickende Zeitbombe, da vor zweieinhalb Jahren seine Frau und seine Töchter von einem drogensüchtigen Killer ermordet wurden.
Gemeinsam kommen sie schließlich hinter die Geheimnisse der jungen Mary und dem Mörder damit gefährlich nahe. Aber alle Hinweise führen in Sackgassen, bis Kate nur noch eine Chance sieht und einen riskanten Plan schmiedet…

Schon „Die Zahlen der Toten“ hat mir super gefallen. Ein spannender Thriller, bei dem man auch einiges über die Amische Kultur erfährt. „Blute Stille“ ist mindestens ebenso spannend und bis zum Schluss rätselt man, wer der Mörder ist, denn es gibt mehrere Verdächtige. Auch hier geht es wieder um die Gegensätze in der Amischen und der Englischen Gemeinde und das gegenseitige Misstrauen.
Kate Burkholder mochte ich schon im ersten Teil, ebenso die Mitarbeiter ihres Teams. Auch Thomasetti, der gegen die Dämonen seiner Vergangenheit kämpft und trotzdem von seinen Vorgesetzten immer wieder Knüppel zwischen die Beine geworfen kommt, finde ich sehr sympathisch und er und Kate passen gut zusammen.
„Blutige Stille“ hat alles, was ein guter Thriller braucht: Fesselnde Spannung, Charaktere mit Tiefgang, die richtige Dosis Herz und Humor.

Der dritte Teil der Reihe ist ja bereits auf Deutsch erschienen und den werde ich natürlich auch wieder lesen.

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