Mittwoch, 26. September 2012

Charlaine Harris: Knochenerbe

Klappentext:
Als Aurora Teagardens alleinstehende ältere Freundin Jane Engle stirbt und ihr ihr gesamtes Vermögen hinterlässt, stellt die detektivisch begabte Bibliothekarin fest, dass sie plötzlich sehr reich ist. Doch bei ihrem ersten Besuch im Haus der Verstorbenen, findet sie es durchwühlt vor. Kurz darauf entdeckt sie etwas Unheimliches, das der Einbrecher übersehen hat: einen eingeschlagenen Menschenschädel, der geschickt in einer Fensterbank verborgen war. Aurora hat zunächst Angst, ihre Wohltäterin könne in Wirklichkeit eine brutale Mörderin gewesen sein, findet aber zu ihrer Beruhigung einen Brief der Verstorbenen, der ihren Verdacht in eine ganz andere Richtung lenkt. Daraufhin befasst sie sich mit dem Leben ihrer neuen Nachbarn, tarnt ihre Schnüffelei aber wie gewohnt mit ihrem Charme und entdeckt, dass in den letzten Jahren bereits zwei Männer aus der Gegend verschwunden sind....


Dies ist der zweite Teil aus der Aurora Teagarden Reihe von Charlaine Harris. Und wie schon bei Teil 1 handelt es sich hierbei um einen soliden Krimi aus den amerikanischen Südstaaten mit einem Touch Vorstadtsatire und Sozialkritik.
Ich mag Charlaine Harris Schreibstil und das war auch der Hauptgrund, warum ich das Buch gelesen habe. Denn die Krimistory war diesmal nicht wirklich der Höhepunkt und es gab auch keine großen Spannungsbögen und Überraschungen.
Ich muss sagen, Aurora ist mir irgendwie ans Herz gewachsen und sie erinnert mich auch ein bisschen an eine andere Figur von Charlaine Harris: Sookie Stackhouse. Und komischerweise habe ich beim Lesen immer Anna Paquin vor mir gesehen, die Sookie aus der Fernsehserie „True Blood“. Obwohl Aurora, Roe, ja völlig anders aussieht.

Nachdem Roe völlig überraschend das Haus und Vermögen der verstorbenen Jane geerbt hat, was alleine schon aufregend genug für die Bibliothekarin ist und genügend Herausforderung, findet sie auch noch einen Totenschädel in dem Haus. Und eine Nachricht von Jane „Ich war’s nicht.“
Aber wer war es dann? Einer der Nachbarn in der Straße? Und was hat der Einbrecher gesucht, der Janes Haus durchwühlt hat? Wusste er von dem Schädel, war er vielleicht sogar der Mörder? Und wer ist überhaupt der Tote? Rätsel über Rätsel, deren Lösung sich Roe natürlich nicht nehmen lässt, denn schließlich gehörte sie mal zum Club „Echte Morde“ und ist fasziniert von diesem Thema. Was sie natürlich auch mal wieder in Gefahr bringt.
Gleichzeitig bittet der neue Priester der Gemeinde sie um ein Date. Was Roe wieder vor Probleme stellt. Was zieht man zu einer Verabredung mit einem Kirchenmann an? Welche Themen sind unverfänglich? Augenzwinkernd und mit einem Schuss Selbstironie gelingt es ihr schließlich, sich da irgendwie durchzumogeln.

Insgesamt ein unterhaltsames Buch für zwischendurch, aber man sollte keinen spannenden oder gar bluttriefenden Thriller erwarten. Und wer die Bücher von Charlaine Harris mag, dem wird diese Reihe sicher auch gefallen.

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