Dienstag, 15. Mai 2012

Thomas Finn: Weisser Schrecken

Klappentext:


Fans von Stephen Kings »Es«, aufgepasst - dies wird der Winter des Schreckens! Die kalte Jahreszeit in Perchtal, einem einsamen Dorf im Berchtesgadener Land, scheint besinnlich wie immer. Bis eine Gruppe Jugendlicher einen grauenhaften Leichenfund macht: Ein junges Mädchen treibt unter dem Eis eines Sees, und es ähnelt den Zwillingen Miriam und Elke auf verblüffende Weise. Doch die beiden wissen nichts von einer Verwandten ... Bei ihren Nachforschungen stoßen die Freunde auf ein blutiges Geheimnis, das der Pfarrer des Dorfs hütet. Und sie schrecken dabei eine uralte Macht auf, die ihre Rückkehr in unsere Welt vorbereitet. 



Alles in allem war das Buch spannend und die Geschichte gut erzählt. Zumindest bis auf die letzten zwei oder drei Kapitel. Dann ging alles irgendwie so schnell zuende und ich hatte das Gefühl, der Autor wollte die Geschichte ganz schnell beenden. Ohne aber wirkliche Erklärungen für das "Monster" zu liefern, dass da alle 16 Jahre über Perchtal hereinbricht. Oder habe ich das nur nicht verstanden? 

Was ich total interessant fand, waren die ganzen Mythen und Sagen zum Krampus, Nikolaus, heidnischen und christlichen Glauben usw. Einen Teil wusste ich bereits darüber, aber nicht alles.
Und der Hinweis im Klappentext auf den Vergleich mit Stephen King stimmt schon, man denkt manchmal an "Es".
Auch hatte das Buch für mich teilweise nostalgische Aspekte, wie 1994 die "Dog Martens" von Robert, der Walkman oder die Musik allgemein. Da kamen schon Erinnerungen auf.
Die Figuren waren alle gut ausgearbeitet, Andreas und Robert als die cooleren Jungs der Clique. Niklas, der Streber, der heimlich in ein hübsches Mädchen verliebt ist, das aber natürlich Andreas mehr mag. Die Zwillinge Elke und Miriam, die unter ihren fanatisch-religiösen Eltern leiden. Und dann die Rowdies von Perchtal, Konrad und seine unterbelichteten Kumpels. Auch sehr typisch für Stephen-King-Stories.

Bei einem anderen Ende hätte das Buch bei einer Bewertung die volle Punktzahl von mir bekommen, aber so hat es mir leider nicht gefallen. Es fehlte etwas, ein erklärender Abschluss.
Andere Bücher von Thomas Finn kenne ich bisher noch nicht, aber das wird sich vielleicht noch ändern.

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