"...beim Betrachten der Blätter öffnet sich dem Leser das Herz."
Der Verfasser dieses alten, persischen Sprichwortes ist mir nicht bekannt, aber genau so empfinde ich es. Und das ist ein Grund, warum mir ein E-Book nicht ins Haus kommt. Mir würde das Gefühl beim Halten eines Buches fehlen, das Blättern der Seiten, der Duft des Papiers. Ein E-Book wäre mir viel zu unpersönlich, zu steril, zu...kalt. Ihr findet hier nicht nur Rezensionen, auch viele andere Themen rund um Bücher und das Lesen.

Donnerstag, 15. März 2012

Ben Aaronovitch: Die Flüsse von London


"Manchmal denke ich, dass mein Leben viel weniger interessant und ganz bestimmt sehr viel weniger gefährlich verlaufen wäre, wenn nicht Lesley, sondern ich Kaffee holen gegangen wäre."

Zum Inhalt: Peter Grant ist Police Constable in London mit einer ausgeprägten Begabung für das Magische. Was er selbst aber nicht weiß, seinem Vorgesetzten aber nicht entgeht. Inspector Thomas Nightingale ist selbst der letzte Zauberer Englands und wird Peter in den Grundlagen der Magie ausbilden. Frisch aus der Polizeiausbildung, erspart ihm das so einen langweiligen Schreibtischjob.
Ein grausiger Mord in Covent Garden führt Peter auf die Spur eines Schauspielers, der vor 200 Jahren an dieser Stelle den Tod fand.
Und Nightingale zeigt ihm, dass es in London weitaus mehr gibt, als die Wissenschaft erklären kann. Die Themse und andere Flüsse in London sind nicht einfach nur Flüsse, es sind Götter und die sollte man besser nicht verärgern. Auch Vampire, Wiedergänger und Geister kann man nicht einfach so ins Reich der Märchen verbannen.
Dabei ist Peter doch gerade erst am Beginn seiner Ausbildung....

Ben Aaronovitch bringt mit seinem Fantasy-Krimi frischen Wind ins Genre. Peter Grant ist ein fähiger und cleverer Polizist und Zauberlehrling, der sich nur leider zu schnell ablenken lässt. Was ihn aber um so sympathischer macht.
Auch der herrliche britische Humor hat mich begeistert. So fragt Peter beispielsweise ganz nüchtern einen Geist: "Können Sie beweisen, dass Sie tot sind?" 
Die Schreibstil ist sehr anschaulich und bildlich und da ich selbst schon zweimal in London war, auch am Covent Garden, konnte ich alles ganz genau vor mir sehen, den Platz, die Markthalle, die Schauspielerkirche,...
Der Autor liebt offensichtlich seine Stadt und ihre Bewohner und das merkt man.

Spannend und "very british". Empfehlenswert. Auch für Fans von Harry Dresden, an den das Buch manchmal erinnerte

1 Kommentar:

  1. Dieses Buch steht auch auf meiner Endloswunschliste. Muß ich unbedingt lesen!

    Viele Grüße
    Annegret

    P.S.: Leider kann ich nur unter "Anonym" kommentieren.

    AntwortenLöschen